Archiv des Monats: September 2025

Die Linke im Main-Tauber-Kreis nominiert Robert Binder als Landtagskandidaten

Katrin Giordano wird Ersatzkandidatin

Tauberbischofsheim. Die Kreismitglieder- und Aufstellungsversammlung der Partei Die Linke im Wahlkreis 23 Main-Tauber-Kreis hat am 1. September die personellen Weichen für die kommende Landtagswahl 2026 gestellt. Mit überwältigender Mehrheit wählten die Mitglieder Robert Binder zum Direktkandidaten. Als Ersatzkandidatin wurde Katrin Giordano nominiert, die ebenfalls ein eindeutiges Votum der Versammlung erhielt.

Die Wahlleitung übernahm der Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes, Rolf Grüning, der die Veranstaltung souverän und routiniert durchführte. Grüning betonte eingangs die Bedeutung der Landtagswahl 2026 für Baden-Württemberg und verwies auf die Chancen, die sich für Die Linke durch eine konsequente Politik für soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung ergeben könnten.

Ein starkes Signal der Geschlossenheit

Die nahezu einstimmigen Wahlergebnisse für Binder und Giordano wertete die Parteibasis als klares Zeichen der Geschlossenheit. „Wir gehen mit einem starken Team in den Wahlkampf“, erklärte Stefan Heidrich, Vorstandsmitglied, nach der Versammlung. „Die Themen, die Robert und Katrin vertreten, sprechen viele Menschen im Main-Tauber-Kreis direkt an.“

Robert Binder, Kreisvorsitzender und langjährig aktives Mitglied im Kreisverband, bedankte sich in seiner Rede für das große Vertrauen. „Wir brauchen eine Politik, die nicht länger an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigeht“, sagte er. Besonders im ländlich geprägten Main-Tauber-Kreis sei der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs eine zentrale Voraussetzung für Teilhabe, Klimaschutz und gleichwertige Lebensbedingungen. „Busse, Bahnen und Rufsysteme dürfen kein Luxus sein, sondern müssen flächendeckend, bezahlbar und barrierefrei verfügbar sein“, so Binder.

Soziale Gerechtigkeit als Leitmotiv

Neben der Verkehrspolitik stellte Binder die soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt seiner Bewerbungsrede. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten, wachsender Einkommensunterschiede und der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt forderte er ein stärkeres Engagement des Landes. „Wir dürfen nicht hinnehmen, dass Familien, Alleinerziehende oder Rentnerinnen und Rentner trotz harter Arbeit am Monatsende kaum über die Runden kommen“, betonte er. Die Linke wolle daher für eine gerechtere Verteilung der Ressourcen eintreten und zugleich öffentliche Investitionen in Bildung, Gesundheit und soziale Infrastruktur stärken.

Ersatzkandidatin mit klarer Haltung

Auch Katrin Giordano erhielt viel Applaus für ihre Rede. Sie unterstrich, wie wichtig eine glaubwürdige und konsequente Arbeit im Landtag sei. „Die Stimme derjenigen, die sich für soziale Teilhabe und ökologische Verantwortung einsetzen, darf nicht fehlen“, erklärte sie.

Optimismus im Kreisverband

Die Stimmung im Saal war geprägt von Optimismus und Tatendrang. Mehrere Mitglieder äußerten in der Diskussion, dass die Partei mit der Kombination Binder/Giordano ein Team gefunden habe, das sowohl politische Erfahrung als auch frischen Schwung vereine. „Unsere Aufgabe ist es, den Menschen im Main-Tauber-Kreis zu zeigen, dass eine solidarische Politik auch hier vor Ort möglich ist“, so ein Teilnehmer der Versammlung.

Mit Blick auf die kommenden Monate kündigte der Kreisverband an, frühzeitig mit Aktionen, Infoständen und Diskussionsveranstaltungen in die Öffentlichkeit zu gehen. Ziel sei es, die Themen soziale Gerechtigkeit, Mobilität und Teilhabe breit zu diskutieren und damit auch Wählerinnen und Wähler zu erreichen, die bisher wenig Berührungspunkte mit der Partei hatten.

Ausblick auf die Landtagswahl 2026

Robert Binder machte in seiner Schlussrede deutlich, dass Die Linke auch im konservativ geprägten Main-Tauber-Kreis selbstbewusst auftreten wolle: „Wir stehen für eine klare Alternative zu Politik des Stillstands. Wir wollen Baden-Württemberg sozialer, ökologischer und gerechter machen.“

Mit der Nominierung von Binder und Giordano hat die Partei ihre personellen Entscheidungen für den Wahlkreis 23 getroffen und geht geschlossen in den bevorstehenden Wahlkampf. Das eindeutige Votum der Mitglieder am 1. September 2025 in Dittigheim ist dabei ein starkes Signal nach innen und außen: Die Linke im Main-Tauber-Kreis ist bereit für die Landtagswahl.

Veröffentlicht in den Fränkischen Nachrichten und in der Mainpost am 04.09.2025