Archiv des Monats: Februar 2026

Jan van Aken am 07.03.2026 in Bad Mergentheim

„Baden-Württemberg bezahlbar machen!“
Der Parteivorsitzender Jan van Aken wird mit unserem Direktkandidaten und Kreisvorsitzenden Robert Binder und den Aktiven von Die Linken im Main-Tauber-Kreis Straßenwahlkampf auf dem Infostand von Die Linke beim Fest „Bunt. Demokratisch. Laut!“ machen und Bürgerinnen und Bürgern Fragen zu sozialer Politik beantworten.

Wann: Samstag, 7. März, ab 14:00 Uhr
Wo: Auf dem Infostand von Die Linke beim Fest „Bunt. Demokratisch. Laut!“ auf dem Marktplatz in Bad Mergentheim

Jan van Aken

So stoppen wir die Altersarmut in Deutschland

Deutschland 2026: die gesetzliche Rente reicht jetzt schon kaum noch zum Leben. Schlimmer noch: da es kein Geld mehr im Haushalt gibt, fantasiert die Regierung darüber, wer mehr dafür bezahlen soll.

Ihre Antwort: Auf keinen Fall die Unternehmen und auch nicht die Reichen. Stattdessen sollen Menschen ohne Kinder mit höheren Rentenbeiträgen bestraft werden. Auf die „Kreativität“ von Jens Spahn ist immer Verlass: Wer 100 Jahre lebt, kann auch locker bis 70 arbeiten. Wofür die mentale Akrobatik? Damit die Reichsten in unserem Land keinen Cent mehr zahlen müssen.

Nicht mit uns. Diese Woche hat Die Linke eine konkrete und gerechte Lösung vorgestellt: Die Arbeitgeber sollen ab jetzt 60 statt wie bisher 50 Prozent für die Rentenbeiträge zahlen. Denn seit Jahren tragen die Beschäftigten die Hauptlast für ihre Altersvorsorge. Sie schuften ihr Leben lang, sollen privat vorsorgen und am Ende reicht die Rente kaum zum Leben. Fast jede fünfte Rentnerin und jeder fünfte Rentner ist armutsgefährdet. Das ist kein Versehen, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen zulasten der Beschäftigten. Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes stellt jetzt klar: Eine Erhöhung des Arbeitgeberanteils ist rechtlich zulässig. Wer von der Arbeit der Beschäftigten profitiert, muss sich auch angemessen an ihrer sozialen Absicherung beteiligen. Deshalb muss der Arbeitgeberanteil auf 60 Prozent steigen – damit ein langes Arbeitsleben nicht in Armut endet. Wir bleiben dran und machen uns dafür stark, dass jeder in Ruhe und mit Würde alt werden kann. 

Die Linke Vermögensteuer könnte dem Staat auf einen Schlag 147,4 Milliarden Euro einbringen

für Schulen, Kitas, Straßen und den Nahverkehr. Das hat die aktuelle Studie, die unsere Bundestagsfraktion letzte Woche gemeinsam mit dem DIW vorgestellt hat, eindeutig bestätigt.

Doch anstatt endlich die Vermögensteuer wieder einzuführen, schützen Politiker wie Friedrich Merz seit Jahren die großen Vermögen ihrer reichen Freunde. Noch schlimmer: Weil sie nicht an das Geld der Superreichen ran wollen, wollen sie das Geld von uns holen – den arbeitenden Menschen.

Deswegen haben wir in den letzten Wochen einen Angriff der Konservativen nach dem nächsten auf unsere Arbeitsrechte, den 8-Stunden-Tag, auf unsere Zahnbehandlung, auf Teilzeit erlebt. Das Problem an der Wirtschaftskrise in diesem Land, das sind nicht die arbeitenden Menschen, das ist nicht der streikende Busfahrer, das sind die 800.000 Menschen, die alleine von ihrem Vermögen leben und einen Lifestyle haben, den wir uns nicht mehr leisten können. Es sind die ganz oben.

147,4 Milliarden Euro könnte unsere Vermögenssteuer auf einen Schlag einbringen. Und sogar wenn wir mögliche Verhaltensreaktionen noch einrechnen, bleiben immer noch rund 100 Milliarden Euro. Das Eigenheim normaler Familien ist natürlich geschützt, weil der Freibetrag sehr hoch ist. Unsere Vermögensteuer trifft gezielt die Superreichen und holt das Geld zurück, das unserer Gesellschaft seit Jahren fehlt. So geht Gerechtigkeit! | alle Infos zur Studie

Wir sollen für ihren Reichtum schuften

Die Union will, dass wir uns zu Tode schuften und startet einen Großangriff auf unseren Sozialstaat. Beinahe täglich kommt von CDU und CSU ein neuer Vorstoß gegen die Interessen der Mehrheit: erst gegen Menschen, die in Teilzeit arbeiten, dann gegen unseren 8-Stunden-Tag, und nun sollen wir unsere Zahnbehandlungen auch noch selbst bezahlen. Doch was steckt eigentlich hinter diesen ganzen Angriffen auf unser Leben?

Es ist ganz einfach: Merz spürt auch, dass die Wirtschaft vor die Hunde geht. Und er weiß ganz genau, dass er Geld auftreiben muss, um sie wieder anzukurbeln. Doch von den Milliardären will er nichts nehmen, und die Schuldenbremse will er auch nicht antasten. Deswegen will er jetzt das Geld von uns holen – den arbeitenden Menschen. Für die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte sollen wir bezahlen. Indem wir noch mehr arbeiten, indem sie uns noch mehr Geld aus der Tasche ziehen.

Unsere Kinder, unsere Gesundheit, unser Leben sind für abgehobene Politiker wie Merz unnötiger Ballast, an dem man ruhig Stück für Stück etwas abschneiden kann. Denn Merz und seinen reichen Freunden aus der Wirtschaft geht es nur um sich selbst, um ihre Macht und ihren Wohlstand. Sie führen einen Klassenkampf von oben. Immer wieder erzählen sie uns das Märchen, dass der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar sei. Sie wollen, dass wir aufgeben, dass wir uns nicht mehr wehren, dass wir uns mit der täglichen Erniedrigung abfinden.

Doch wir wissen: Geld ist genug da, es ist nur ungerecht verteilt. Unsere Antwort heißt Widerstand – in den Parlamenten, auf den Straßen und in der Nachbarschaft! Wir werden uns gemeinsam wehren – uns organisieren, laut widersprechen und Alternativen aufzeigen. Wir müssen uns das Geld da holen, wo es angehäuft wird: bei den Milliardären. Deshalb muss jetzt die Vermögensteuer kommen, und die Ausnahmen bei der Erbschaftsteuer müssen weg! Die Reichen müssen uns endlich unseren Reichtum zurückgeben. Denn wir haben ihn erarbeitet und nicht sie.