virtueller Ostermarsch 2020

Aufruf zum 37. („digitalen“) Ostermarsch

Dem Aufruf aus Würzburg zum 37. („digitalen“) Ostermarsch können wir uns nur anschließen.
Gemeinsam mit der Friedensbewegung in Baden-Württemberg rufen wir ebenfalls dazu auf, den Ostermarsch dieses Jahr auf Balkone und an die Fenster zu verlagern. Zu Ostern könnt Ihr Pace-Regenbogenfahne und die Linke Friedensfahne am Fenstern bzw. auf Balkonen aufhängen.

Aufruf zum 37. („digitalen“) Ostermarsch in Würzburg 2020

Militarisierung tötet Mensch und Umwelt

Durch militärische Konflikte und entsprechende Waffensysteme werden andauernd Menschen getötet. Die Kriege in Syrien, im Jemen oder in Afghanistan sind nur der offensichtliche, blutige Teil. Kriegsvorbereitungen wie die Kündigung des INF-Vertrags, das Säbelrasseln beim Manöver „Defender 2020“ in Osteuropa, die militärische Aufrüstung der EU und die Modernisierung der Atomwaffen machen die sog. „Sicherheitslage“ zunehmend fragiler.

Durch die Klimaschutzbewegung wird ein weiterer Aspekt der Militarisierung wieder präsenter: Militär verbraucht Unmengen Ressourcen und zerstört die Umwelt.Allein der Militärapparat der USA ist der größte Einzelkonsument von Erdölprodukten. 2017 stießen die Streitkräfte täglich (!) 25 Mio. Tonnen CO 2 aus. Flächenverbrauch und Umweltzerstörung sind logische Folgen der (Übungs-)Tätigkeit der militärischen Verbände. Allen Beteuerungen zum Trotz gibt es immer wieder „Kollateralschäden“ wie die Moorbrände im vorletzten Jahr. Auch das spezielle Flugbenzin der Kampfflugzeuge ist in hohem Maße krebsfördernd.

Der Einsatz chemischer und atomarer Waffen und Unfälle der Atommächte haben neben hunderttausenden von Menschenleben auch die Umwelt über lange Zeit zerstört. Der Einsatz von Uranmunition durch die NATO (Jugoslawien, Irak, Syrien) hat weitreichende atomare Verseuchungen der Umwelt und auch Erbgutschäden zur Folge. Alles Altlasten für kommende Generationen!

Trotz alledem geht der „ökologische Fußabdruck“ des Militärs in keine offizielle Statistik ein!

Zur Sicherung der benötigten Ressourcen wird imperiale Machtpolitik betrieben (Kriege für Öl oder zum Schutz der Transportwege, Zerstörung einheimischer Märkte im Globalen Süden durch unfaire Handelsabkommen). Fluchtursachen muss man da nicht lange suchen.

Fakt ist: Jährlich werden ca. 2 Billionen Dollar für Kriege und Aufrüstung vergeudet. Diese immensen Militärausgaben verhindern eine echte Energiewende, Bildungschancen und die soziale Sicherung der Bevölkerung. Bedient werden lediglich kapitalistische Wirtschaftsinteressen.

In den nächsten Jahren werden die Konflikte zunehmen, die ihre Ursachen in Klimazerstörung haben: Kriege um Wasser, Rohstoffe, Transportwege oder überschwemmungssichere Territorien. Auch dies wird Fluchtbewegungen fördern.

Wir fordern daher

  • Geld für Bildung und soziale Sicherung statt für Rüstung!
  • Deutschland raus aus der NATO! Stopp der EU- Militarisierung! Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr! Rüstungsexportstopp!
  • Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsantrags der UNO durch die Bundesregierung!
  • Besinnung auf das Gewaltverbot der UNO-Charta und Vorrang für Diplomatie ! Entspannungspolitik statt Provokationen und Sanktionen!
  • Umsetzung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens!

Dieser Aufruf wird unterstützt von folgenden örtlichen Gruppierungen:
Ökopax e.v., Deutscher Gewerkschaftsbund, Deutsche Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen, pax christi, Florakreis, attac, Weltladen, Greenpeace, SDAJ, GEW, Fridays for Future, Campus Linke

Solidarisch aus der Krise: Menschen vor Profite!

Beschluss des Parteivorstandes vom 28. März 2020

Die Corona-Krise hält viele Menschen in ihren Wohnungen und im Home-Office. Viele machen sich Sorgen um ihre berufliche Existenz, ihre Gesundheit, ihre Angehörigen. Die Corona-Pandemie trifft allerdings nicht alle gleichermaßen: Kinder, die nicht mehr in Kitas und Schulen dürfen; arme Menschen, die in kleinen Wohnungen leben; Familien, wohnungslose Menschen und Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften. Ältere Menschen, Familien, behinderte Menschen, von Rassismus Betroffene, kleine Betriebe ohne Rücklagen.

Jetzt wird deutlich, wer die Gesellschaft zusammenhält, welche Arbeiten systemrelevant sind: z.B. Gesundheit, Pflege, Erziehung, Landwirtschaft, Einzelhandel und Logistik, Medizintechnik sowie alle Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge, die zur Grundversorgung notwendig sind.

Viele dieser Arbeiten werden von Frauen ausgeübt, die wenigsten werden entsprechend ihrer gesellschaftlichen Relevanz bezahlt. Die Beschäftigten hier verdienen unseren Dank und unsere Anerkennung – und sie verdienen Schutz ihrer Gesundheit und bessere Löhne und Arbeitsbedingungen.

Weiterlesen: https://www.die-linke.de/partei/parteistruktur/parteivorstand/2018-2020/beschluesse/detail/news/solidarisch-aus-der-krise-menschen-vor-profite/

500 € mehr Grundgehalt in der Pflege

Entschlossen und solidarisch gegen den Pflegenotstand

Spätestens seit Corona wissen es alle: In der Pflege in Deutschland herrscht Notstand. In den Krankenhäusern sind Stationen unterbesetzt. Seit Jahren. Wenn die Arbeitsbelastung steigt, steigt auch das Risiko im Krankenhaus zu sterben: Etwa 15 000 Menschen sterben in einem „normalen“ Jahr in Deutschland an Krankenhausinfektionen. Die Hälfte könnte durch bessere Hygiene verhindert werden. Im Alltag auf Station reicht die Zeit nicht einmal für die Desinfektion der Hände. Pflegekräfte halten den Stress nicht mehr aus und werden krank oder verlassen den Beruf. Plötzlich werden Fragen gestellt, die Menschen viele Menschen bis ins Mark treffen: Wer bekommt ein Beatmungsgerät? Kann ich meine Krebs-Operation durchführen lassen oder wird das Krankenhaus mit Corona ausgelastet sein? Wie sicher sind meine Angehörigen? Wie sicher bin ich selbst im Pflegeheim? Werden die Pflegekräfte abgezogen und im Krankenhaus eingesetzt werden?

In der Corona-Krise sind die vielen Risse und Mängel des Gesundheitssystems und in der Pflege offensichtlich geworden. Jahrelang wurden die Krankenhäuser auf Markt und Profit zugeschnitten, es musste sich „rechnen“: Die Betten und Stationen müssen immer (fast) ausgelastet sein. Wenn der Bedarf dann steigt wie jetzt mit Corona, gibt es keine Reserven. Das ist schlechte Planung und schlechte Politik, die Tausende Menschen das Leben kosten kann.  Pflegenotstand ist lebensgefährlich – für die Beschäftigten und für Patientinnen und Patienten!

Gemeinsam machen wir Druck:

  • Für 500 Euro mehr Grundgehalt für alle in der Pflege
  • Für 100 000 mehr Pflegekräfte im Krankenhaus
  • Für 100 000 mehr Pflegekräfte in der Altenpflege
  • Für einen gesetzlichen Personalschlüssel, der sich am tatsächlichen Bedarf bemisst!
  • Für Schutz der Beschäftigten: mit Schutzkleidung und ausreichend Desinfektionsmittel.
  • Für eine Pflege-Voll-Versicherung, die alle Bedarfe der Gepflegten abdeckt.

Ich bin dabei und kämpfe mit gegen den Pflegenotstand:
https://www.pflegenotstand-stoppen.de/aufruf-unterzeichnen/

Solidarität statt Festung Europa

Solidarität statt Festung Europa

Seit bald zwei Wochen erleben wir das nächste grausame Kapitel der EU-Grenz-Politik. Der schmutzige Pakt mit Erdogan rächt sich und nun sitzen zehntausende Menschen in Schlamm und Kälte im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Griechenland. Die Europaabgeordnete Özlem Alev Demirel reiste bereits letzte Woche, unmittelbar nach Bekanntwerden der Ereignisse, gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Michel Brandt ins Grenzgebiet.

Was sie dort sehen mussten, schockierte die Abgeordneten: „Die Szenen, die sich vor unseren Augen abspielen, sind einfach unmenschlich. Geflüchtete werden hier zum Spielball machtpolitischer Interessen. Überall sieht man erschöpfte Menschen, die von der einen Seite zu der anderen Seite getrieben werden.“ Auch die Europaabgeordnete Cornelia Ernst verurteilte das Handeln der EU-Spitzen: „Jeder Deal mit einem Mann wie Erdoğan wird früher oder später scheitern, die Frage ist nur, wie viele Menschen dann den Preis dafür zahlen werden. Die Absicht der EU-Verantwortlichen, einen neuen Pakt mit der Türkei zu schließen, ist deshalb hochgradig unverantwortlich.“ 

Leserbrief zu „Rassistische Morde erschüttern die Republik“

Wehret den Anfängen: Angestachelt durch Hass- und Hetzparolen einer Partei, die keine Alterna tive für alle vernünftigen Menschen sein kann und darf, ziehen Rassisten wie im Fall NSU, dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten, den Morden in Halle und jetzt in Hanau marodierend durch die Lande, und keiner im direkten Umfeld will etwas von den Absichten gewusst haben. Wie naiv muss man heute noch sein, um Vertreter dieser Partei in die Parlamente zu wählen.

Das Schlimme daran ist, dass es nicht nur primitive Dumpfbacken sind, die auf die Parolen hereinfallen, sonder durchaus auch intelligenten Vertretern der Mittelschicht.

Bevor wir mit den Fingern auf die große Zahl der Wähler in den neuen Bundesländern zeigen, dürfen wir nicht vergessen, dass die Protagonisten wie Hoecke, Meuthen und Gauland die Profiteure einer funktionierenden westlichen Demokratie waren und sind, die sie heute zerstören wollen. Diese Volksverführer treibt der Drang nach persönlicher Macht voran, auch auf das Risiko hin, dass ihr Bestreben wie 1945 in der Katastrophe enden könnte.

Besorgniserregend ist, dass sich der Rechtsextremismus schon heute wie ein Krebsgeschwür in Polizeri, in der Bundeswehr und der Justiz ausgebreitet hat.

Man kann also allen Sympathisanten und Wählern nur zurufen: Wacht endlich auf, solange es noch nicht zu spät ist und wählt die Volksverhetzer nicht in die Parlamente, auch nicht vor Ort; denn sonst drohen Verhältnisse wie in den dreißiger Jahren.

Macht Euch nicht mitschuldig an den bisherigen und zukünftigen Opfern. Hanau ist nicht die Endstation.

Dr. Hans-Hermann Fahrenkrog, Wertheim

Wertheim: Für ein friedliches Miteinander

Wann: 26. Februar 2020 um 17:00
Wo: Marktplatz Wertheim

Für ein friedliches Miteinander-
in Gedenken an die Opfer aus Hanau

Die Ereignisse in Hanaus erschüttern uns. Sie machen uns betroffen.
Wir trauern mit den Angehörigen und Freunden der Opfer.
Das wollen wir in dieser Solidaritätskundgebung ausdrücken.
Und wir wollen ein positives Signal setzten in unserer Wertheimer Bürgerschaft.
Wir stehen für ein friedliches Miteinander.
Menschen mit Migrationshintergrund sollen hier keine Ängste haben.

Aufruf von einem Bündnis aus:
Parteien, Kirchen, Vereinen, Schulen und Friday for Future

Gedenkveranstaltung wertheim 26.02.2020

Fotoaktion der Linksgrünen Jugend

Die Linksgrüne Jugend Main-Tauber-Kreis hat am Freitag, den 22.02.2020 zu einer spontanen Fotoaktion auf dem Marktplatz in Bad Mergentheim aufgerufen.

Anlass war die rassistisch motivierte Terrortat in Hanau, bei der elf Menschenleben ausgelöscht wurden.

In Anbetracht der Ereignisse der letzten Monate und dem Aufwind rechter Organisationen und Parteien halten wir es für notwendig rechter Gewalt und Hetze standhaft entgegenzuhalten.

Als Akteur*innen der Grünen, Linken und Linksgrünen Jugend sind wir gemeinsam entschlossen gegen rechts und gedenken den Opfern und Angehörigen in Hanau.

FDP: Lieber mit Faschisten regieren, als nicht regieren

FDP: Lieber mit Faschisten regieren, als nicht regieren

In Thüringen hat es einen Dammbruch gegeben: Die FDP kollaboriert mit der AfD, und die CDU macht das böse Spiel mit. In Deutschland gibt es nun den ersten Ministerpräsidenten von AfD-Gnaden. Entsprechend deutlich sind die Reaktionen: Bernd Riexinger verurteilt FDP und CDU als „Steigbügelhalter der rechtsextremen AfD“. Katja Kipping konstatiert: „Eine Stimme für die CDU oder FDP ist im Zweifelsfall eine Stimme für Mauscheleien mit der AfD.“ Kritik gibt es auch aus der Bundestagsfraktion. Dietmar Bartsch und Amira Mohamed Ali sprechen von einem „beispiellosen Rechtsputsch“. Und Gregor Gysi sieht einen „Kulturbruch“, der für die SPD Anlass sein müsste, die Große Koaltion mit der CDU im Bund zu beenden. Weitere Reaktionen aus der LINKEN in der Übersicht.

8. Mai zum Feiertag erklären

In einem Offenen Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) fordert die Vorsitzende des Auschwitz-Komitees Esther Bejarano dazu auf, den 8. Mai zum Feiertag zu erklären. Ein solcher Feiertag könne helfen „zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschla­gung des NS-Regimes.“ Das sei „seit sieben Jahrzehnten“ überfällig. Noch immer könnten Abgeordnete der AfD vom Nationalsozialismus als „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte oder vom Berliner Holocaust-Mahnmal als „Denkmal der Schande“ sprechen. Dem müsse man entschlossen entgegentreten. 

Auch DIE LINKE fordert, den 8. Mai bundesweit zum gesetzlichen Feiertag zu erheben. Parteivorsitzende Katja Kipping kommentiert die aktuelle Debatte: „Ob der Tag zum ausgelassenen Feiern, zum stillen Gedenken oder zum Besuch einer Gedenkstätte genutzt wird, hängt dann von jedes einzelnen Familiengeschichte und der jeweiligen persönlichen Verbindungen zu diesem Tag ab. Um eine Verbindung mit diesem Datum in kommenden Generationen zu erhalten, sollte der Tag der Befreiung jedoch als ein besonderer Tag im Bewusstsein verankert werden.“