Alle wollen regieren. Wir wollen verändern.

Alle wollen regieren. Wir wollen verändern.

Um jeden Preis an die Macht – dafür stehen andere, aber nicht Die Linke. Unsere Plakatkampagne zur Bundestagswahl orientiert such deshalb am Motto: „Alle wollen regieren, wir wollen verändern.“ Denn obwohl Die Linke noch nie an einer Bundesregierung beteiligt war, haben wir in den letzten zwei Jahrzehnten einiges erkämpft: Wir waren schon für den gesetzlichen Mindestlohn, als wir dafür entweder belächelt oder angefeindet wurden. Heute gibt es ihn – und wir kämpfen dafür, dass er auf 15 Euro erhöht wird, wie es die EU-Mindestlohnrichtlinie eigentlich vorschreibt.

Damit wir dies erreichen konnten, mussten wir konsequent und standhaft bleiben. Anders als SPD und Grüne entdecken wir unsere soziale Seite nicht erst in den drei Monaten vor der Wahl. Und wir stehen glaubhaft für die Interessen der großen Mehrheit in diesem Land ein, weil wir nicht gleichzeitig darum buhlen, dass Friedrich Merz mit uns regiert.

Denn eines ist sicher: Der Klassenkampf wird in den nächsten Jahren härter denn je geführt werden, und zwar von oben. Wie unser Parteivorsitzender Jan van Aken kürzlich festgestellt hat: Hinter dieser Bundestagswahl lauert das Grauen. Die Angriffe auf den Sozialstaat und alles, was sich arbeitende Menschen in diesem Land erkämpft haben, werden brutal. Sie brauchen eine wirklich standhafte Kraft an ihrer Seite. 

Die gute Nachricht: Wir sind mehr. Sehr viel mehr. Denn am Abstieg der Mittelschicht und der zunehmenden Verelendung verdient eine kleine Schicht von Superreichen. Mit überhöhten Mieten und Wucherpreisen machen sie sich die Taschen voll und wälzen die Kosten für Klimaschutz auf alle anderen. Ein ungerechtes Steuersystem hilft ihnen dabei. Unsere Plakatkampagne benennt diese Missstände und nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Botschaft ist klar: Wir hier unten gegen die da oben. Sie nimmt sich der Themen an, die uns die Menschen an den Haustüren im Vorwahlkampf als ihre dringendsten Anliegen genannt haben. Allen voran: die gestiegenen Mieten und Preise. Wir kümmern uns ganz konkret um das, was die Menschen bewegt: Um bezahlbare Lebensmittel, Wohnraum und Energie, um eine sichere Rente, die die Lebensleistung der Menschen würdigt, um Klimaschutz, der die Reichen in die Pflicht nimmt, um eine Außenpolitik, die Frieden und Diplomatie priorisiert. Wir sind die Stimme derjenigen, die sonst keine Lobby haben. Mit unserer Kampagne werben wir darum, dass diese Stimme auch in Zukunft im Bundestag gehört wird. | Kampagnen-Website | Kampagnen-Präsentation (YouTube) | Jetzt mitmachen

Haushaltsrede unseres Kreisrats Rolf Grüning

Sehr geehrter Herr Landrat,
sehr geehrte Mitarbeitende der Verwaltung,
sehr geehrte Kreisrätinnen und Kreisräte,

wieder haben wir einen Haushalt zu verabschieden. Die uns zur Verfügung stehenden Mittel waren während meiner Mitgliedschaft im Kreisrat, also die letzten 11 Jahre, nie so knapp.

Gerade so ist unser Haushalt noch genehmigungsfähig. Als Kreisräte wollen wir doch auf kommunaler Ebene mitgestalten. Und hier liegt mir besonders das Thema soziale Gerechtigkeit am Herzen. Für mich ist es frustrierend, wenn wir hier gar keinen Spielraum mehr zur Mitgestaltung haben.

Dabei sehe ich schon, dass unsere Ausgaben im sozialen Bereich immer mehr steigen, wir immer mehr Aufgaben erfüllen müssen, ohne jedoch hierfür eine Gegenfinanzierung von Bund und Land zu erhalten.

Gleichwohl geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Dies beklagen auch unserer Wohlfahrtsverbände.

Ich sehe es als verfassungsrechtlich vorgeschriebene Aufgabe von Bund und Land an, die Kommunen und Kreise ausreichend zu finanzieren.

Die klagen aber, dass hierfür kein Geld da sei.

Die Landkreise und Kommunen brauchen aber einen höheren Anteil am Steueraufkommen, und der Staat höhere Steuereinnahmen. Vermögen müssen endlich wieder gerecht besteuert werden. Gleiches gilt für die Krisengewinne.

Die teuersten Flüchtlinge sind die Steuerflüchtlinge.

Was spricht eigentlich dagegen aus Milliardären Millionäre zu machen?

Gerechte Verteilung der Lasten und Chancengleichheit sind der Markenkern unseres grundgesetzlich vorgeschriebenen Sozialstaates.

Dann hat die Jugend von heute auch morgen eine Zukunft.

Aber zurück zu unserem Haushalt. Diesem werde ich zustimmen. Was bleibt mir denn anderes übrig, wenn es keinen Gestaltungsspielraum gibt und dies die Kreisverwaltung nicht zu verantworten hat.

Für den freundlichen und respektvollen Umgang miteinander bedanke ich mich bei allen Mitgliedern der im Kreistag vertreten demokratischen Fraktionen. Gleiches gilt natürlich auch für Sie Herr Landrat und alle Mitarbeitenden der Verwaltung.

Ich wünsche allen besinnliche Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr, und im neuen Jahr Frieden und Gesundheit.

Blackrock-im-Kanzleramt

Die Superreichen lachen sich ins Fäustchen

Blackrock im Kanzleramt?!

Am 23. Februar 2025 wird gewählt. Die Zeit drängt – und wir brauchen dich!

Nach dem Scheitern der Ampel droht uns jetzt Friedrich Merz als Kanzler. Sein einziges Ziel: Die Taschen der Reichen und Mächtigen zu füllen. Wird er Kanzler, zieht BlackRock ins Kanzleramt. Für uns alle bedeutet das: Länger arbeiten, weniger verdienen, höhere Mieten.

Und die Superreichen? Die lachen sich ins Fäustchen.

Das können wir nicht zulassen. Wir sind die einzige Partei, die konsequent für die Rechte der arbeitenden und armen Menschen kämpft. Für gute Arbeit, bezahlbare Mieten und ein Leben ohne Angst vor Armut. Wir setzen alles daran, mit einem starken Ergebnis in den Bundestag einzuziehen. 

Aber: Um das zu schaffen, müssen wir jetzt alles geben. Unsere Kreisverbände stehen bereit, doch wir brauchen deine Unterstützung.

Plakate, Flyer, Veranstaltungen – das alles kostet Geld. Viel Geld.

Jede Spende zählt. Ob 5, 50 oder 500 Euro – mit deinem Beitrag können wir eine Zukunft gestalten, in der niemand zurückbleibt.

Jetzt spenden!

Rolf Grüning zum Ehrenkreisvorsitzenden von DIE LINKE Main-Tauber ernannt

2024-11-25 Ehrenkreisvorsitzender Grüning
Robert Binder (rechts) und Stefan Heidrich (links) überreichen Rolf Güning die Ernennungsurkunde.

Main-Tauber. Nach 20 Jahren unermüdlichen Einsatz hat Rolf Grüning den Posten des Kreisvorsitzenden von DIE LINKE Main-Tauber abgegeben. Der frisch gewählte Vorstand würdigte seine herausragenden Verdienste einstimmig mit der Ernennung zum Ehrenkreisvorsitzenden.

„Rolf Grüning hat mit seinem Einsatz die Arbeit von DIE LINKE im Main-Tauber-Kreis geprägt wie kein anderer. Wir danken ihm von Herzen für zwei Jahrzehnte Leidenschaft, Ideenreichtum und Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz“, so der neue Co-Vorsitzende Robert Binder. „Wir Mitglieder drücken so nicht nur unseren Dank aus, sondern auch die Hoffnung, dass die von ihm geschaffenen Strukturen und Werte weiterhin Früchte tragen.“

Rolf Grüning hinterlässt eine starke Basis für die zukünftige Arbeit der Partei und bleibt ein wichtiger Teil der politischen Familie von DIE LINKE Main-Tauber.

Ära Rolf Grüning ging zu Ende

Die Linke: Brigitte Garreis und Robert Binder künftig an der Spitze des Kreisverbands

Am Montagabend, 28. Oktober 2024, fand die Mitgliederversammlung des Kreisverbands der Partei DIE LINKE Main-Tauber im Gasthaus „Zum Engel“ in Dittigheim statt. Nach einer Amtszeit von zwanzig Jahren stellte sich der langjährige Vorsitzende Rolf Grüning nicht erneut zur Wahl, da er mit der Tätigkeit als Kreisrat und Gemeinderat in Tauberbischofsheim genügend zu tun hat. Grüning wurde für sein außerordentliches Engagement über die Jahre hinweg gewürdigt.

Die anwesenden Mitglieder beschlossen im Sinne einer paritätischen Gleichstellung, den Vorsitz des Kreisverbands auch zukünftig wieder mit einer Doppelspitze zu besetzen. Gewählt wurden Brigitte Garreis und Robert Binder, die als gleichberechtigte Vorsitzende den Kreisverband in die Zukunft führen werden. Für das Amt des Kassierers sowie die Mitgliederverwaltung wurde Stefan Heidrich in seinem bisherigen Amt bestätigt. In die Positionen der Beisitzer wurden Birgit Adam, Tobias Pfau und Marion Wacker gewählt.

Die Wahl eines Delegierten für den Landesausschuss fiel auf Kai Bock, der gemeinsam mit Tobias Pfau auch als Delegierter die
Kreispartei auf den Landesparteitagen vertreten wird.

Der Kreisverband Main-Tauber zeigte sich in der Versammlung geschlossen und betonte seine klare politische Linie sowie den Zusammenhalt in den eigenen Reihen. Kein Mitglied ist zur neuen Partei BSW gewechselt, vielmehr gab es mehrere Parteieintritte welches zeigt, dass es mit der Linken wieder aufwärts geht. Das erklärte Ziel der Linken bleibt es, positive politische Veränderungen für die Menschen in der Region zu bewirken, und sich insbesondere für soziale Gerechtigkeit und den Klimaschutz einzusetzen.

Im Anschluss an die Versammlung fand ein offener Stammtisch statt, bei dem angeregte Diskussionen über aktuelle politische Themen geführt wurden.

Vorstand gewählt am 2024-10-28

Stefan Heidrich, Robert Binder, Marion Wacker, Brigitte Garreis, Birgit Adam, Tobias Pfau

Ehrung von Rolf Grüning durch den neuen Vorsitzenden Robert Binder

Robert Binder verabschiedete und würdigte Rolf Grüning

parteitag-202410

Hallescher Parteitag 2024

Unser Hallescher Parteitag 2024 ist vorüber. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nicht nur die Wahl eines neuen Parteivorstands stand auf der Tagesordnung. Auch wichtige inhaltliche Fragen wurden geklärt. So wurden neben unserem Leitantrag etwa Anträge zur Mietenpolitik, zur Automobilindustrie oder zum Nahostkonflikt mit großer Mehrheit verabschiedet.

Ebenfalls deutlich war die Unterstützung für die neuen Parteivorsitzenden: Ines Schwerdtner und Jan van Aken wurden mit 79,7 und 88,0 Prozent Zustimmung ins Amt gewählt. Sie stimmten die Partei auf einen entschlossenen, offensiven Wahlkampf ein: „Wir wollen nach dem Prinzip leben, uns in den Dienst der Partei zu stellen und die Partei in den Dienst der Menschen zu stellen,“ so Ines Schwerdtner. „Ich glaube nicht, dass dieses Land über Nacht unverrückbar rechts und reaktionär geworden ist. Wer hinhört, merkt, dass sich sehr viele Menschen nach einer solidarischen Kraft sehnen, die an ihrer Seite steht. Diese Kraft gibt es, und sie heißt Die Linke.“

„Wir rocken die Republik“, kündigte Jan van Aken an. „Ich möchte, dass die Mehrheit in diesem Land wieder eine Stimme bekommt. Vor allem diejenigen, die sich jeden Tag krummlegen und am Ende doch zu wenig Geld in der Tasche haben. Ich will Vorsitzender einer Linken werden, die sich mit den unanständig Reichen anlegt“, so der neue Parteivorsitzende. Im Gespräch mit Doris Achelwilm unmittelbar im Anschluss des Parteitages betonten sie die Bedeutung unserer Vorwahlkampagne „Alle reden, wir hören zu.“

Die Beschlüsse des Halleschen Parteitags 2024 und Videomitschnitte der wichtigsten Reden findet ihr auf unserer Parteitagswebsite.

Friedenstaube mit der Aufschrift "Die Waffen müssen schweigen. Russland muss raus aus der Ukraine. Demo 03.10.2024, 12:30 Uhr Berlin"

Demo 03.10.2024, 12:30 Uhr Berlin

Die Waffen müssen schweigen. Russland muss raus aus der Ukraine. Demo 03.10.2024, 12:30 Uhr Berlin

Die Militarisierung ist spätestens mit der von Bundeskanzler Olaf Scholz ausgerufenen Zeitenwende in Deutschland angekommen. Deutschland liefert Waffen in Kriegsgebiete und rüstet auf. Für ein 100  Milliarden-Bundeswehr-Sondervermögen ist Geld da, nicht aber für Gesundheit, Soziales, Bildung, Infrastruktur und gerechten Klimaschutz. Sogar die Wehrpflicht soll wieder eingeführt werden, damit Deutschland endlich wieder kriegstüchtig werde. Nicht mit uns!

Mit dem sich ausweitenden Krieg im Nahen Osten gibt es zudem einen weiteren aktuellen Anlass, um gegen den Krieg und die Eskalation und für diplomatische Initiativen zu protestieren. Denn am Ende leidet vor allem die Zivilbevölkerung unter den Kriegen.

Das Spektrum der Aufrufer und Redner*innen ist breit. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch Positionen vertreten werden, die wir nicht teilen. Aber davon lassen wir uns in unserem Einsatz für Frieden und für diplomatische Lösungen nicht abhalten.

Auch Rechte haben sich angekündigt. Wir begeben uns nicht in eine Querfront mit rechten Positionen und machen das in unserem Auftritt auch deutlich. Wir erwarten selbstverständlich, dass sich, sollten Rechte auf der Demonstration erkennbar sein, die Demonstrationsleitung sich entsprechend distanziert.

Die Linke ruft am 3. Oktober zur Teilnahme im Linken Block auf (mehr). Wir begrüßen es, dass es in Berlin und bundesweit weitere Friedensaktionen geben wird. Der Parteivorstand der Linken hat am 26. September nochmal die Kernbotschaften geklärt: Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine. Die Linke hat auch in der Vergangenheit Angriffskriege, die gegen das Völkerrecht verstoßen, abgelehnt. Wir messen nicht mit zweierlei Maß. Wir lehnen die rasante und riesige Aufrüstung, die Stationierung von Mittelstreckenraketen, die Wiedereinführung der Wehrpflicht ab. Die militärische Eskalation hat keinen Frieden gebracht. Sie bedeutet Tod, Flucht und Zerstörung für Hunderttausende Menschen. Wir fordern einen bedingungslosen Waffenstillstand in der Ukraine, den Einstieg in Friedensverhandlungen und einen Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine. Die Menschen, die vor Krieg, Kriegsdienst, Not und Verfolgung fliehen müssen, müssen Schutz und Asyl finden. Wir stellen uns den Rechten und der Regierung entgegen, die ausgerechnet in diesen Zeiten rechtswidrig die Grenzen schließen, das Asylrecht schleifen und Menschen mit Migrationsgeschichte stigmatisieren. Die Linke stellt sich diesem Rechtsruck entgegen. Unsere Waffe heißt Solidarität. | Klärung zur Teilnahme der Linken an den Friedensdemonstrationen

Haushalt 2025: Milliarden für die Rüstung, Null für die Menschen

Haushalt 2025: Milliarden für die Rüstung, Null für die Menschen

Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung für das Jahr 2025, das Resultat endloser Streitereien innerhalb der Ampelkoalition, ist in Dokument des Verfalls: Die Bundesregierung schwächt damit wichtige Teile der Daseinsvorsorge und gefährdet den zukünftigen Wohlstand und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Aus dem Bürgergeld wird wieder Hartz IV. Der Bahn werden zusätzliche Schulden aufgebürdet. Einzig bei der Aufrüstung ist Geld auf einmal kein Thema mehr.

Dabei müsste der Staat gerade jetzt massiv investieren. Die Konjunktur schwächelt, viele wichtige Aufgaben bräuchten einen kräftigen Schub: die rasche Sanierung der Bahn, der Bau von Wohnraum, mehr Maßnahmen zum Klimaschutz. Die Funktionsfähigkeit unserer Gesellschaft steht auf der Kippe. Die Menschen erleben jeden Tag, dass diese Gesellschaft an vielen Stellen nicht mehr funktioniert. Sie können sich auf das Gemeinwesen nicht mehr verlassen.

„Dieser Haushalt verschärft die Krise weiter, weil er zu wenig Geld für dringend benötigte Investitionen bereitstellt“, so die Parteivorsitzende Janine Wissler. „Dabei greift der Finanzminister zu billigen Tricks, um zu verschleiern, wie wenig tatsächlich investiert wird. So rechnet Lindner die 5,9 Milliarden für die Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bahn und die 12,4 Milliarden für das ‚Generationenkapital‘ den Investitionen zu. Dabei ist das ‚Generationenkapital‘ eine Investition in Kapitalmärkte und nicht in die Infrastruktur oder gar in die Rente. Im Vergleich zum Vorjahr gehen die Investitionen sogar zurück. Linder will das Land aus der Krise sparen. Wir brauchen jetzt eine Investitionswende, um endlich die wirklichen Probleme dieses Landes anzugehen. Wenn wir jetzt nicht in Straßen, Schienen und Schulen investieren, verpassen wir den Anschluss und verspielen die Zukunft dieses Landes.“

Auch Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Linken im Bundestag, unterstrich in ihrer Rede zum Haushaltsentwurf das Versagen der vermeintlichen Fortschrittskoalition: „Fortgeschritten ist unter Ihnen nur der Abbau des Sozialstaates“. Die Bundesgeschäftsführerin Katina Schubert prangerte auf einer Pressekonferenz am Montag in Berlin ebenfalls die falsche Prioritätensetzung der Ampel an: „Dieser Haushalt ist eindeutig militärlastig. Fast 90 Milliarden Euro gehen für das Militär drauf“, so Katina Schubert. | Rede von Heidi Reichinnek im Bundestag ansehen (YouTube) | Pressekonferenz ansehen (YouTube)

Vermögensteuer jetzt!

380 Milliarden Euro: So viel fehlt den öffentlichen Haushalten an Einnahmen, seitdem die Vermögensteuer 1996 unter Helmut Kohl ausgesetzt wurde. Holen wir uns den Reichtum zurück: Vermögensteuer jetzt!

kostenloses Schulessen - volle Bäuche statt leere Köpfe

Kostenloses Schulessen – volle Bäuche statt leere Köpfe

Lernen mit leerem Magen – ein Ding der Unmöglichkeit. Die Linke setzt sich deshalb seit vielen Jahren dafür ein, dass Kinder und Jugendliche in der Schule ein kostenloses Mittagessen bekommen. Denn nicht erst seit der jüngsten Explosion der Lebensmittelpreise ist es für immer mehr Familien eine finanzielle Herausforderung, jeden Tag ein gesundes Mittagessen zu bezahlen.

Dreimal hat Die Linke im Bundestag ein kostenfreies Schulessen bereits beantragt: 2012, 2016 und 2021. Jedes Mal wurden die Anträge von den anderen Parteien abgelehnt. Doch die Lage der Familien hat sich seither nur noch zugespitzt, weshalb die Linke nun einen weiteren Antrag für eine bundesweit kostenfreie Verpflegung in der Schule einbringt.

Auch in den Ländern wurden unsere Initiativen dazu immer wieder abgeschmettert. In Brandenburg hat Die Linke deshalb als Teil eines Aktionsbündnisses die Volksinitiative „Schule satt!“ ins Leben gerufen. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Kinder in Brandenburg von der 1. bis 6. Klasse in der Schule ein beitragsfreies Mittagessen bekommen.

Für viele Eltern würde dies eine dringend notwendige Entlastung bedeuten. „Durch die unverändert hohen Nahrungsmittelpreise rechnen Caterer und Versorgungsanbieter weiter mit deutlichen Preissteigerungen. Die Preise in Brandenburg liegen nicht selten schon jetzt zwischen fünf bis sechs Euro pro Mittagessen. Das bedeutet für eine Familie mit zwei Kindern im Grundschulalter Kosten von 200 bis 250 Euro pro Monat. Mit der Wiedereinführung des Mehrwertsteuersatzes von 19 % steigen die Preise für das Schulessen seit Januar noch weiter“, so die Initiator*innen.

Sollte die Initiative Erfolg haben, muss sich der Landtag in Potsdam mit dem Vorschlag befassen. Falls er das Vorhaben erneut ablehnen sollte, könnten die Brandenburgerinnen und Brandenburger anschließend selbst darüber abstimmen. Vielleicht wird eine gute Idee, deren Zeit gekommen ist, so endlich umgesetzt.

Ein kostenloses Mittagessen in der Schule würde auch einen Beitrag dazu leisten, Schulen zu einladenden Orten für das gemeinsame Lernen zu machen. Denn davon sind sie aktuell sehr weit entfernt. Auf einer Pressekonferenz am Montag stellte Ates Gürpinar, Bundesgeschäftsführer der Linken, die Pläne der Partei vor, wie das Bildungssystem bundesweit wieder fit gemacht werden kann. Der 5-Punkte-Plan der Linken sieht neben einem kostenlosen Mittagessen für Schüler*innen auch 100.000 neue Lehrkräfte, 200.000 neue Erzieher*innen, ein Sanierungsprogramm für Schulgebäude, eine Gemeinschaftsschule, die kein Kind zurücklässt sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern vor.