In
der Ausgabe der FN vom 11. Mai war zu lesen, dass die FN angefragt
habe welche Standpunkte „die bei der Gemeinderatswahl antretenden
Listen zu wichtigen Themen der Stadt“ vertreten.
Offensichtlich
wurde hierbei wohl übersehen, dass zur Gemeinderatswahl in
Tauberbischofsheim auch DIE LINKE mit einer Liste antritt.
Zu
den gestellten Fragen haben auch wir Standpunkte und zwar folgende:
Hallenbad:
Eine
ganz wichtige Entscheidung wird der neue Gemeinderat bezüglich des
Baus eines Hallenbades treffen müssen. Unserer Auffassung nach, muss
es in Tauberbischofsheim die Möglichkeit geben, in einer Halle das
ganze Jahr über zu schwimmen und insbesondere das Schwimmen zu
erlernen. Für den Schulsport ist ein Hallenbad unerlässlich. Wir
brauchen ein Schwimmbecken, in dem auch Wassergymnastik, Aquajogging
und dergleichen möglich sind. Das Hauptproblem hierbei sind nicht
einmal die Baukosten, sondern der jährliche Unterhalt. Hier sollte
aber, wenn alle Interessierten, Vereine und Organisationen mitmachen,
durchaus ein nicht unbedeutendes Einsparpotential gegeben sein. Als
Standort kommt für uns nur eine „Andockung“ an das Freibad in
Betracht, um durch Synergieeffekte weiter Einsparungen zu
ermöglichen.
Nach
Kommunal- und Bürgermeisterwahl muss der Gemeinderat schnellst
möglich eine Entscheidung herbeiführen, wobei für uns auch ein
Bürgerentscheid in Betracht kommt.
Innenstadtentwicklung:
Die
Innenstadt von Tauberbischofsheim darf nicht sterben. Wir müssen
neue Ideen und Konzepte entwickeln, die Innenstadt zu beleben und die
vielen Leerstände abzubauen. Die Stadt kann hier nur fördernd und
unterstützend tätig werden. Die Fehler der Vergangenheit, zu viele
Handelsgeschäfte in der Peripherie anzusiedeln, sind natürlich so
einfach nicht zu beheben. Jedenfalls muss unbedingt vermieden werden,
dass sich weitere Geschäfte mit Innenstadt relevantem Sortiment am
Stadtrand niederlassen. Bekleidungsgeschäfte, Bäcker, Apotheken und
vieles mehr gehören nicht in die Peripherie, sondern in die
Innenstadt. Auch Gastronomie trägt zur Belebung bei.
Autos
auf dem Marktplatz, sehr oft wild parkend, behindern mehr die
Belebung der Innenstadt, als dass sie diese fördern. Der Belag des
neugestalteten Marktplatzes war viel zu teuer, um hier nur Parkraum
zu erhalten. Mit den Parkplätzen in den Tiefgaragen, hinter dem
Rathaus und in der Umgebung ist genügend zentrumsnaher Parkraum
vorhanden. Ein paar Gehminuten zum Einkauf fördern die Gesundheit,
und in größeren Städten, wo die Wege oft viel weiter sind,
beschwert sich hierüber niemand.
Wir
könnten uns aber durchaus vorstellen, dass in der kalten Jahreszeit
und zum Wochenmarkt am Freitag das Parken auf dem Marktplatz erlaubt
wird.
Weiter
wichtige Themen für das Stadtgebiet:
Jeder
Euro der in unsere Schulen und Kitas investiert wird, ist gut
angelegt. Wir brauchen Kinderbetreuungszeiten, die zu den
Arbeitszeiten in unseren Betrieben und Verwaltungen passen.
Bei
der Konversion des Laurentiusberges und der Erschließung neuer
Baugebiete muss zukünftig viel mehr darauf geachtet werden, dass
auch bezahlbarer (Miet-) Wohnraum entsteht.
Wir
wollen unsere Stadt fahrradfreundlicher gestalten. Für einen
sicheren innerstädtischen Radverkehr ist der
5-Sterne-Taubertal-Radweg eben nicht ausreichend. Aus den Stadtteilen
und den Wohngebieten der Kernstadt muss die Innenstadt auch mit dem
Fahrrad sicher und gut erreichbar sein.
Rolf Grüning
zzt. Stadtrat für die EBT und Stadtratskandidat für DIE LINKE